Sich-Selber-Filmen beim Training! Denn alleine Trainieren ist eine Herausforderung …

Alleine trainieren ist eine Herausforderung!

Ich habe Kunden, die so sehr die Sorge plagt, sich etwas Falsches anzugewöhnen, wenn sie alleine trainieren, dass sie diese grossartige Möglichkeit zügig Fortschritte zu machen, gar nicht für sich nutzen.

Dies führt naturgemäß dazu, dass nur recht selten Trainingseinheiten statt finden.

Eine gute Möglichkeit, um auch zwischen den Zusammen-Trainingseinheiten mit einem Trainer oder Trainingspartner weiter zu kommen ist da: sich selber Filmen beim Training!

Ich bin von den Möglichkeiten, die das Sich-Selber-Filmen beim Training eröffnet, immer wieder begeistert!

Ich empfehle es auch auf meinen Seminaren immer wieder und ganz dringend und zwar, wie gesagt, in ganz vielen verschiedenen Bereichen des Fussarbeitstrainings.

Was brauche ich dafür?

Alles was Ihr erst einmal braucht, ist natürlich ein Smartphone mit Kamera / Videofuktion und am besten ein Stativ.

Da gibt es natürlich verschiedene Varianten:

Das grosse Stativ

Zum einen, ein grosses Stativ, in welches Ihr das Handy einklemmen könnt.

Für mich ist allerdings die Grösse ein Nachteil. Wenn ich unterwegs bin zu Seminaren, eventuell noch mit dem Flieger, dann bin ich froh, um jedes Gepäckstück, dass nicht allzu schwer oder unhandlich ist.

Wenn Ihr das Stativ aber, z.B. dauerhaft im Auto lassen könnt, oder auch auf Eurem Trainingsgelände, z.B. im Vereinshaus, dann ist die Grösse natürlich deutlich unerheblicher.

Und das grosse Stativ kann man natürlich in der Grösse verstellen. 

Es eröffnet damit verschiedene Möglichkeit. 

Z.B. nur den unteren Bereich zu filmen,  wenn Ihr nur Eure eigenen Füsse im Winkel nach links zu kontrollieren möchtet.

Und wenn Ihr das Stativ entsprechend groß  stellt, könnt Ihr auch nur den Blick auf die dazu gehörige linke Schulter filmen.

Neben dem grossen Stativ gibt es natürlich verschiedene kleinere und handliche Varianten.

Das flexible Stativ

Ich habe mir vor ein paar Jahren solch ein Modell zugelegt.

Was ich sehr praktisch fand, war die Möglichkeit, das eingeklemmte Handy sowohl im Stativ hinzu stellen, als auch, es mit den drei biegsamen Beinen, fast überall festklemmen zu können: an einem Zaun, Stuhl den Eckstreben meines Kofferraums, usw.

Ungünstigerweise ist mir irgendwann eines der drei Beine aus dem Kugelgelenk gebrochen. Es war nicht kaputt, man kann es einfach wieder in das Gelenk einsetzen, aber seit dem scheint dieser Punkt anfällig dafür zu sein. 

Auch bei nur recht geringer Biegung in dem Gelenk, fällt dieses Stativbein immer Wieder raus. 

Der Monkeystick

Dann habe ich mir, zum Ausprobieren, den Monkeystick gekauft ( unbezahlte Werbung).

Die Idee, diesen Selfiestick überall drumwickeln und damit befestigen zu können, fand ich grossartig.
Aber auch da gab es für mich einen kleinen Minuspunkt: ich benutze für mein iPhone eine sehr schwere Hülle, um maximale Sturz- und Wassersicherheit zu haben. Und mit dieser Hülle, neigt der Monkeystick dazu, sich, je nachdem wie ich ihn platzieren, zu verbiegen und nicht in der Position zu bleiben, wie ich das gerne hätte.

Bis jetzt habe ich dafür immer eine Lösung gefunden, aber es nimmt ein wenig Zeit in Anspruch.

Also, die ganz ideale Lösung habe ich noch nicht gefunden, daher springe ich, je nachdem welche Bedingungen ich habe, zwischen diesen drei Möglichkeiten hin und her.

 

Wie filme ich mein Bei-Fuss - Training denn jetzt mit einem Stativ?

Als erstes sucht Ihr Euch an / auf Eurer Trainingsfläche eine Möglichkeit, das Stativ zu platzieren. Mit dem grossen Stativ ist das weniger ein Problem, da Ihr es ja überall hinstellen könnt.

Mit dem Monkeystick oder auch dem kleinen Stativ, kann das schon mal eine kreative Herausforderung werden….

Aber bis jetzt habe ich eigentlich immer einen Ast, einen Zaun, einen Schranke, wie gesagt meine Querstreifen des geöffneten Kofferraums (Auto geschickt parken!), einen Pfosten oder irgend etwas gefunden, wo ich die Klemm-Stative befestigen konnte.

Wenn Ihr fündig geworden seid klemmt Ihr am besten erst das Handy in die Feder (hochziehen, Handy rein klemmen und vorsichtig wieder loslassen)  und befestigt das Stativ mit dem Handy erst dann.

 

Überprüft vorher noch unbedingt, ob das Handy auch wirklich sicher in der Feder sitzt! 

Checked Euren Trainingsbereich!

Jetzt solltet Ihr zunächst einmal überprüfen, in welchem Bereich Ihr gleich trainieren könnt, damit Ihr auch möglichst die ganze Zeit im Bild zu sehen seid.

Erfahrungsgemäss gelingt ansonsten die weltbeste Kehrtwende exakt dann, wenn Ihr vorher aus dem Bild gelaufen seid…..

Also, zunächst ohne Hund, vor Eurem Bildschirm hin und herlaufen. Dann die Videoaufnahme stoppen und auf der Foto App nachgucken, ab welchem Bereich Ihr nicht mehr im Bild zu sehen seid. Schon wisst Ihr, wo Eure Bildgrenze ist.

Die könnt Ihr Euch auch durch Pylonen markieren, damit Ihr später, wenn Ihr mit Hund im Trainingsmodus seid, noch wisst: Halt Stop, hier geht es nicht weiter….

Und dann kann es auch schon losgehen!!!

Stellt Eure Smartphone wieder auf: Videoaufnahme, dann auf die Selfie Funktion, schnappt Euch Euren Hund, aufwärmen und schon kann das Training starten!

Ich habe Euch für die Bedienung ein kleines Video gedreht, da kann man sehen, wo die jeweiligen Knöpfe, in meinem Fall auf einem iPhone, zu finden sind!

Bei-Fuss-Gehen - es kann losgehen!

Ich empfehle Euch: nehmt tatsächlich alles auf! Auch die Aufwärm- und Anlein- / Ableinphase!

Manchmal lassen sich gerade in diesen Trainingsphasen, die häufig gedanklich gar nicht zum Training dazu gehören, Ursachen und Gründe für ein gelungenes oder weniger gelungenes Training finden.

Jetzt habt Ihr im Prinzip zwei Möglichkeiten. 

Die eine ist: Ihr nehmt die gesamte Trainingseinheit auf Video auf und guckt sie Euch entweder direkt vor Ort an oder wenn Ihr wieder zu Hause seid. Und je nachdem startet Ihr Eure Analyse des jeweiligen Trainings (auch dazu werde ich in einen Blogbeitrag schreiben!).

Oder aber, Ihr stoppt Eure Videoaufnahme immer wieder, in dem Ihr auf den Aufnahmeknopf drückt und guckt Euch das, was Ihr gerade trainiert habt direkt und vor Ort wieder in der Foto App an. (Siehe Video!!!)

Das ist sehr sinnvoll, wenn Ihr ein direktes Feedback haben möchtet, um dann, mit dem entsprechenden Wissen, was Ihr da gerade getan habt, einen neuen Versuch zu starten.

Um nochmal auf unser Beispiel mit dem Winkel nach links zurück zu kommen: Ihr könnt den Winkel nach links, z.B. im Langsamschritt, filmen. In einer totalen Aufnahme, also so, dass man sowohl Euren ganzen Körper, als auch den Hund, sehen kann.

Dann stoppt Ihr die Aufnahme und guckt Euch an und bewertet:

  • Hat der Winkel so ausgesehen, wie er sich angefühlt hat?
  • Was habt Ihr mit Euren Füssen im Winkel gemacht? Habt Ihr an die T-Stellung gedacht?
  • Habt Ihr Eure linke Schulter zurück genommen und nach dem Winkel wieder losgelassen?
  • Hat der Hund im Winkel mit der  Hinterhand eine 90° Drehung auf der Vorhand gemacht
  • - usw.

Wenn Ihr jetzt feststellt:

Au weia, der Winkel war Käse!!

Dann hilft dieser Eindruck für die Zukunft nur dann, wenn Ihr auch heraus findet, was denn genau passiert ist!!

Und dadurch, dass Ihr Euch selber gefilmt habt, könnt Ihr auch sofort an dem Fehler weiter arbeiten!

Wenn Ihr also beim Betrachten des Videos merkt: Ihr habt vergessen, die Schulter nach hinten zu nehmen! 

Dann könnt Ihr jetzt den Winkel wiederholen, denkt an Eure Schulter und ZACK!, jetzt klappt der Winkel!

Die Videoaufnahmen sind quasi Eures zweites Paar Augen!

Bevor Ihr Euch an die Analyse der Videos macht, müsst Ihr natürlich wissen, auf was Ihr, beim Betrachten der Videos achten müsst!

Sich selber Filmen ist eine ganz grossartige Methode um das, was man in Trainingseinheiten mit einem Trainer nachzuarbeiten! 

Ihr könnt weiter arbeiten, ohne dass sich ungesehene Fehler einschleichen und beim nächsten mal mit einem Trainer, könnt Ihr alles sowohl zeigen, als auch dann stückchenweise darauf aufbauen!

Wofür ich das Sich-Selber-beim-Training-selber-filmen ebenfalls ganz dringend empfehle sind folgende Gründe:

  • um das Bild, welches Ihr selber von Eurer Fußarbeit habt, realistisch  abzugleichen. Häufig nimmt man die Situation als sehr viel schlechter war, als sie es tatsächlich gewesen ist!!
  • Um daraus ein Trainingstagebuch zu erstellen. Die Filme lassen sich in Ordnern, welche Ihr monatlich anleget ganz einfach sammeln. Dann habt Ihr eine tolle Möglichkeit, um Euch immer wieder über den Verlauf Eurer Fussarbeit zu informieren! Ihr könnt im September, wenn Ihr einen Trainingstag hattet, an dem alles nicht ganz so gut geklappt hat, objektiv nachgucken, ob sich seit Februar nicht verändert hat. Guckt Euch die Filme in dem Ordner: Februar noch einmal an und geht selber, wie Euer Trainingsstand ein halbes Jahr vorher noch gewesen ist.
  • Um das Training konkret und objektiv beurteilen zu können
  • Um einen What a feeling! - Film zusammen zu schneiden!
  • Und natürlich sind solche Videoaufnahmen die Grundlage für die viele Onlinekurse! Wenn Ihr Hausaufgaben aufbekommt, nehmt Ihr Euer Training auf, schickt es Euren Onlinetrainern und diese/r kann das Material dann analysieren und darauf aufbauend Hausaufgaben aufgeben.

Hier ist noch der Link, zu dem Youtube Video, in welchem ich Euch die verschiedenen Schritte noch zeige😊

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